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Freitag, 25. juli 2008
 ein gedicht das lobeshymnen weckt
hat es heimlich in sich versteckt 
dass der dichter kommt aus der spur
und nun dichtet nach fremder natur
immer hoffend auf beifall nur


hat er dieses vorm verändern bemerkt
wird sein selbstwert vom klatschen bestärkt
dieses macht ihm vielleicht neuen mut
dass der selbstzweifel kurz einmal ruht
und im eifer wird weiteres gut


damit könnte der blick sich ihm weiten
wie wir sehn jedes ding hat zwei seiten

von Slov veröffentlicht in: Künstler Community: Gedichte
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Donnerstag, 24. juli 2008
 Einst hat’s ein Katzenland gegeben,
da konnten alle glücklich leben,
gerade wie die Ernte war,
die Sonne schien das ganze Jahr.
Das ärgert eine Katzenfrau,
die grübelt erst, dann grinst sie schlau:
Möcht Reichtum, Macht für sich erleben,
aus ihrem Völkchen sich erheben.
Die Katze hatte viel Geduld.
Am langen Frost ist niemand schuld“,
beschwor sie ihren zitternd Kater.
Bei hundert Katzen bist du Vater.
Hast du die Botschaft nicht vernommen,
dass stets nach Kälte Hitz´ gekommen?
Wir wissen es, wolln uns nicht zieren,
sie bringen zu den dummen Tieren.
Für sie versprich zu tanzen, singen,
das würd´ den Frühling wiederbringen.
Der Winter eh zusammenbricht.
Natürlich sagst du dieses nicht.“
Der Kater hüpfte, hebt den Schwanz,
bald folgt der Frühling auf den Tanz.
Die Katzen wollen sich bedanken.
Wer wies den Winter in die Schranken?
Seht, meine Freunde, ´s ist gefunden,
dass ich der Überwelt verbunden.
Sie ist erfreut von meinem Tanz
Und allen, die gehorchen ganz
mir, meiner Frau, der Königin,
Nun haben eure Mühen Sinn.
Ihr dürft nun rackern mit dem Spaten.
Ansonsten schicken wir Soldaten.
Steuertreiber, Banken, Ritter
euer Leben das wird bitter.
Die, die schaffen, gut und dumm,
fassen einfach nicht, warum
ihre Mühe nur kann nützen,
denen, die schon was besitzen.

Und es geschah wie jedes Jahr,
bald war der nächste Winter da.
Tanzt wieder, dass es Frühling werde,
wir werfen jeden auf die Erde,
der euch als Herrscher nicht erkennt
und was geschieht natürlich nennt.“
Ein Zufall nach dem Tanz voll Stolz
bringt Sonne, und der Schnee, er schmolz.

Für seine Leistung so zum Lohne
bekam der Kater eine Krone
vom Haar aus aller Katzen Bart.
Er fraß nur Fleisch, das extra zart.
Er thronte auf der Ofenbank,
wo er (so sprach er) GOTT sei Dank
gar riesig schien, die andren klein,
die mit ´ner Bitte kamen rein.
Niemals hätt je ein guter Held
Ne bessre Ordnung hergestellt.
Erst spät ein Kätzchen ward geboren,
das fragte, dass die Lehrer froren,
Warum, wieso muss alles sein,
so, wie es ist – ich seh ´s nicht ein.
Sind Reiche nötig und die Steuer?
Mir ist das alles ungeheuer.
Ich frag so lange nach dem Sinn,
bis ich nicht mehr ich selber bin.“
Ach, bitte, lass´ dein feindlich Treiben,
sonst lässt ´s der König Winter bleiben.“

Die Tanzmacht, die die Schule lehrt,
mag richtig sein oder verkehrt.
Dass alle Dummen sie heut preisen,
will mir, allein, noch nichts beweisen.“

 

Mit einem Meißel und dem Hammer
schleicht es sich in die Speisekammer
am Tag vorm Frühlingstänzchen ein.
Es holt nichts raus – es bringt was rein:
Versieht die Speisen für das Fest
mit Pulver, das tief schlafen lässt.
Die Herren lassen es sich schmecken
und sind zum Tanz nicht aufzuwecken.
Trotzdem erscheint der Frühlingswind,
was endlich klar macht jedem Kind,
dass all die Herren nur sind nütze
als Fleischbeilage für die Grütze.

von Slov veröffentlicht in: Visionen Community: Gedichte
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Mittwoch, 23. juli 2008

bist du unschuldig
wirst du ertrinken
ertrinkst du nicht
bist du ein terrorist
und wirst ersäuft


wer war dein auftraggeber
bin allah laden sowieso
wenn du nicht schreiben kannst
unterschreibe
was wir dir schrieben


wenn so erwiesen ist
was du für ein terrorist bist
bekommst du einen anwalt
der dir beweist
dass niemand dich ertränken würde
würde
würde

esisteinunterschiedobmansolchepraktikenmitmachtodernurihreergebnissenutzt deutschedankenderfolterderanderen


(Slov ant Gali)

von Slov veröffentlicht in: Aktuelles Community: Sprechen durch Schreiben
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Dienstag, 22. juli 2008
zum letzten mal
gebe ich dir
recht
 

meinen computer
verfluchte ich fast so oft
wie dich
wenn du da warst

die versöhnung mit dir
danach
war zwar viel inniger


dir aber konnte ich
kein programm installieren
spielstärke anfänger


wenn ich merke
du lässt mich gewinnen
habe ich verloren 
wie du

(Slov ant Gali)

von Slov veröffentlicht in: Liebe Community: Sprechen durch Schreiben
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Montag, 21. juli 2008
es hockt´ ein engel wunderbar
in einer grauen ecke
bis plötzlich wurd ihm sonnenklar
dass er sich nur verstecke


in allen welten unbekannt
dass er ein engel wäre
wie war er traurig so verkannt
ganz ohne engel-ehre


er hat ein schildchen fabriziert
auf dem groß ENGEL stand
womit man leicht identifiziert
als engel ihn im land


wie trieb er marketing danach
dass jeder sollt es lesen
er schriebs und blies es und er sprach
er provozierte jeden krach
er merkte nicht dass nach und nach
ihm schwärzte sich das wesen


die lehre folgt jetzt hintenan
bist du ein engel denke dran
dass niemand wird es merken
kommts dir auf macht und ehren an
musst du den teufel stärken

(Slov ant Gali)

von Slov veröffentlicht in: Heiteres Community: Gedichte
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Sonntag, 20. juli 2008
 was ich auch tu
nie hab ich ruh
die steinsalzeule sieht mir zu


nicht was ihr denkt
sie ist geschenkt
damit sie meine klugheit lenkt


als lampe strahlt sie ionen aus
das macht der dummheit den garaus
und dies gedicht kommt dabei raus


ich soll an den vertreter denken
für was? erinnern hieße sich verrenken
wem nur soll ich sie weiter schenken?


(Slov ant Gali)

von Slov veröffentlicht in: Heiteres Community: Gedichte
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Samstag, 19. juli 2008

im mangrovendschungel
umfängt mich
feuchtheiße grünzeit


schweißstirnig
fürchte ich vergehen


meine machetenfinger
berühren die
funkmaus


pausenbildschirm wird
produktpräsentation p

(Slov ant Gali)

von Slov veröffentlicht in: Sonstiges Community: Gedichte
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